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Wie funktioniert Tandemspringen? Wie ist Tandemspringen entstanden? Bericht eines Tandempassagiers: Wo gibt es Info-Material? |
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Berni war auch dabei:
Ich
glaube, dieser Tag wird mir ewig in Erinnerung bleiben! Ich bin
heute zum ersten Mal mit einem Fallschirm gesprungen (Tandem, versteht
sich). Aber dieses Erlebnis ist einfach zu schön, um es wirklich
beschreiben zu können. |
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| Du sitzt auf dem Fußboden, siehst kaum etwas durch die gegenüber liegenden kleinen Luken. Du spürst nur dieses Gefühl in dir. Du siehst die anderen Springer gegenüber - was denken sie? Was geht in ihren Köpfen vor? Einige lachen übermütig, andere starren konzentriert auf einen Punkt. Du erhältst von deinem Tandempiloten die letzten Anweisungen. In dieser kurzen Zeit ist er dir zu einem "Kumpel" geworden - er weiß, was er tut - du vertraust ihm blind! | |
| Du probierst Brille und Helm - sitzen sie gut - zu locker - noch fester ziehen, sie sollen bei dem Tempo ja halten. Du siehst aus dem Fenster. Nun heißt es: "Aufstehen!" Dein "Pilot" stellt sich hinter dich, schnallt dich an sich fest - erst rechts an der Schulter - dann links - rechte Hüfte - dann links - nochmals fester. Dann Probe - du hängst an ihm - Füße zurück - Hohlkreuz - Kopf zurück. Letzter Check der Gurte - nochmaliger Probelauf des Sprungs. Die Rampe geht auf. | |
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Frage:
"Alles ok?" - "Ja." - "Du willst?" - "Na
klar!!" - Dann los!
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| Vor dir stehen 3 Springer an der Rampe. Sie zählen "Ready - set - go!" und weg sind sie. Jetzt seid ihr dran, ihr steht vor der Öffnung - du hörst auf, zu denken, alles geht so schnell. Du hörst hinter dir deine "Zweite Hälfte" schreien: "Fertig - dann los, mit Juhuuuuu!" Ihr kippt vorn über, du verlierst den Boden unter den Füßen, du kannst keinen klaren Gedanken fassen, in deinem Kopf gehen 1000 Dinge zugleich vor. Du reißt die Augen auf, kannst nicht glauben, was du siehst, hast nur dieses unheimlich tolle Gefühl in dir! Für Sekunden fällst du - den Kopf nach unten. Dann schwenkst du in die Bauchlage um, unter dir die weißen Wolken, der Wind pfeift dir um die Ohren. Plötzlich merkst du, das Atmen fällt dir schwer; dunkel erinnerst du dich an die Anweisung: "Durch die Nase atmen, zur Seite sehen.!" Inzwischen haben wir eine Wolke erreicht, wir sausen daran vorbei, erst hier merke ich, wie groß doch die Geschwindigkeit ist, mit der wir fallen. | |
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Plötzlich
werden die Wolken dünner - die Landschaft unter dir - plötzlich
ein Ruck - du wirst in die Senkrechte gezogen, die Füße baumeln
durch die Gegend, über dir ein flatterndes Geräusch - du siehst
den Schirm über dir. Du siehst dich um. Es ist unbeschreiblich!! |
| Du hängst in der Luft, siehst zu deinen Füßen - baumelst sie übermütig hin und her - darunter ist nichts - rein gar nichts. Da ist keine "brummende Blechkiste" - Du fühlst dich frei! Langsam kommt die Landschaft näher. Ein Ziel wird anvisiert - die Wiese neben der Straße. Die Erde kommt immer näher - Füße vorn hochheben - Landung - rutschen. Aufstehen - Brille runter - Händedruck - WAHNSINN!! Während des Sprungs hast du immer wieder Jubelschreie ausgestoßen - jetzt fehlen dir die Worte. Du strahlst über's ganze Gesicht! Du bist total aufgedreht - kannst noch gar nicht begreifen, was geschehen ist. Erst später, als du im Auto sitzt, merkst du, wie müde du eigentlich bist - aber das Gefühl ist toll!! | |
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In
diesem Augenblick weißt du, das willst du selbst auch machen!!
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Erlebnis Bericht Oliver - Oli: BERICHT VON KERSTIN „…in dem Moment, wo sich diese große Heckklappe der SHORTS SkyVan öffnet und den Blick freigibt auf ein Stück Erde aus 4.200 m Höhe, da hält man den Atem an, denn dieser Moment ist so einmalig und unbeschreiblich zugleich!“ Angefangen hatte alles mit der Frage, was ich mir von meinen Freunden zum 40. Geburtstag wünschen würde. Da kam mir mein Traum eines Fallschirm-Tandemsprungs wieder in den Sinn. Aus einem Flugzeug zu springen, „über den Wolken, da wo die Freiheit grenzenlos zu sein scheint…“ – genau, das war ein passendes Geschenk! Auf
der Suche nach der richtigen Adresse für dieses Unternehmen
holte sich mein Mann aus unserem Bekanntenkreis den Insider-Tipp
(Danke, Roland!), sich an Günter Goller von Goll-Air, Selb, zu
wenden. Ich muss heute noch über Georgs Satz schmunzeln, Es mag ein wenig theatralisch klingen, aber Fakt ist: Du vertraust in diesen fünf Minuten einem anderen Menschen dein Leben an. Deinem Tandem-Master. Beruhigend, wenn dieser auf zig erfolgreich absolvierte Sprünge verweisen kann. Noch besser, wenn auf Anhieb die Chemie stimmt. Und dieses Gefühl hatte ich bereits beim ersten Telefonat mit Günter. Am 26. August sollte es dann soweit sein. Gesprungen wird in Klatovy, Tschechien, zwei Autostunden von Selb. Günter und Gaby Goller empfangen uns freundlich ohne viel Aufhebens, und der erste Eindruck vom Telefon bestätigt sich. Da stehst du nun einem Menschen gegenüber, den du zum ersten Mal im Leben siehst, der sich aber in etwa einer Stunde zusammen mit dir aus der SkyVan fallen läßt und dich wohlbehalten auf den Erdboden zurückbringen wird. Komischer Gedanke … Und schon geht’s los! Ich steige in den Overall und Günter zurrt mir die Gurte des Haltegeschirrs fest. Dabei erklärt er mir den Verlauf eines Tandem-Sprungs. Ganz sachlich, so als würde dir jemand erklären, wie man ein Sandwich belegt, und nicht, als würdest du gleich auf eines deiner wahrscheinlich größten Abenteuer gehen. „Wenn ich dir sage „Kappe auf!“, dann heißt das, Brille aufsetzen, Kappe aufsetzen, fertig. OK?“ „Beim Absprung nimmst du die Hände an die Gurte – wenn ich dir auf die Schulter klopfe, dann nehmen wir die Freiflug-Haltung ein, also Arme seitlich ausstrecken und Füße zum Po – wenn ich wieder klopfe, bedeutet das, ich öffne den Schirm, also Hände wieder an den Gurt. Dann stellst du dich auf meine Füße, damit ich dir die Gurte auf eine bequeme Länge lockern kann. Das war’s eigentlich.“ Klingt soweit nicht wirklich kompliziert. Eine Übung, die ein fünfjähriges Kind ohne Probleme meistern würde. AUF DER ERDE! Aber wie wird das beim Flug aus über viertausend Metern aussehen??? Mein Mann, der als Co-Pilot mitfliegen darf, mein Tandem-Master und ich klettern mit ca. zehn weiteren Springern in die SkyVan, die nach Freigabe durch den Tower mit dröhnenden Turbo-Props über die Rollbahn holpert und abhebt. Immer wieder schaue ich in den nächsten fünfzehn Minuten auf Günters Höhenmesser am Handgelenk. 1.000 m, 1.500 m., … Schlucken hilft für den Druckausgleich UND den trocken werdenden Hals. Ich mustere unsere Mit-Flieger, die einen schauen zu Boden, die anderen grinsen über beide Ohren, und ich frage mich, ob ich aufgeregt bin … Natürlich bin ich das. Nicht ängstlich, eher wahnsinnig gespannt. Da bedeutet mir Günter, aufzustehen. „Kappe auf!“ Das, was vorhin etwas schroff klang, macht schon Sinn, denn bei dem Fluglärm ist lange Prosa nicht angesagt. Jetzt wird’s ernst. Wir Skydiver stehen nun, die Tandems schnallen sich aneinander, und alle Blicke gehen Richtung Heckklappe. Da wir als erste eingestiegen sind, sind wir die letzten, die aussteigen werden. Aussteigen? Springen! SPRINGEN! Die geräumige Klappe der SkyVan öffnet sich. Wenigstens muss man sich nicht noch durch eine kleine Luke zwängen, nein, die ersten Springer gehen nach hinten, treten an die Kante, … und sind verschwunden. Das Flugzeug gibt bei jedem Absprung leicht nach, und Günter und ich watscheln eng aneinander gezurrt zum Heck. Und plötzlich sind wir allein. Das heißt, ich fühle mich ganz allein, mein Tandem-Master steht ja hinter mir. Ich stehe an der Kante. Schaue hinaus. Das Luftgeräusch ist laut. Mein Herzschlag auch. In diesem Moment höre ich Günter fragen, „Willst du wirklich springen?“ „KLAR!“ Ein sanfter Schubs… WUUUUUUUUUSCHSCHSCH – ein Gefühl, als wären wir in einen Turbo-Aufzug nach unten gestiegen. Hallo, Adrenalin! Wir machen einen gewollten Salto rückwärts (wo ist oben, wo ist unten?), ein Klopfen, OK, verstanden, Arme raus, Füße an den Po. Hey, das klappt prima. Auch das Atmen fällt nicht schwer. Sechzig Sekunden im freien Fall, mit ca. 200 km/h, das kann man nicht beschreiben. Das muss man erleben! *Klopf* Es gibt einen mächtigen Ruck. Das ist der Augenblick, der im Film so wirkt, als würden die Springer wieder nach oben gezogen. Eine optische Täuschung, die daher rührt, da der Kameramann ja ungebremst weiter fällt. Günter lockert die Gurte und ich hänge aufrecht in entspannter Haltung – einmal tief Luft holen – ich hebe den Daumen und sage „mir geht’s gut!“ Ha. Mir geht’s aber auch gut. Das fühlt sich hervorragend an! Günter sagt „schau, da ist der Flugplatz, dort ist Klatovy, …“, wir fliegen eine Schleife und genießen die Aussicht. Unter mir sehe ich nur meine Füße baumeln. Grandios. Leider sind diese fünf Minuten viel zu schnell vorbei. „Beine hoch!“, und schon landen wir sanft auf der Wiese. WIR SIND UNTEN! Schade … Ich kann mir ein Kichern nicht verkneifen und sage „Günter, das mach’ ma wieder!“ Ich bekomme noch eine Urkunde überreicht mit einem festen Händedruck meines Tandem-Masters, und ich bin ganz schön stolz in diesem Moment. Tja. Das war’s. HALT! Natürlich war’s das nicht. Dieses Gefühl nimmt dir keiner mehr. Und wenn du Tage später die Augen schließt, stehst du wieder an dieser Kante. Und denkst an deinen Satz bei der Landung „Günter, das mach’ ma wieder!“ …. Kerstin
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